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Warum ich heute nur noch einen Teil meiner Arbeit zeige

  • Juliane Fieber
  • 10. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Vielleicht wunderst du dich, warum manche Bilder bei instagram, oder auf meiner Website nicht mehr zu sehen sind. Vielleicht auch die, die ich von dir gemacht habe. Oder auch warum ich heute weniger zeige als vor einiger Zeit. Anders auswähle.

Oder vielleicht fällt es dir gar nicht auf, sondern es ist eher ein Gefühl, dass etwas anders ist.


Es ist nicht lange her, dass ich viel gezeigt habe.

Unterschiedliche Shootings, verschiedene Inhalte, vieles nebeneinander, durcheinander.

Und ich war stolz darauf.

Ich bin es auch heute noch.

Denn die Bilder sind gut. Und mein Können auch. Und in jedem einzelnen Bild sehe ich immer noch all die Vorbereitung, die es brauchte um genau dieses Stil zu treffen.



Ich mochte dieses Gefühl, vieles abdecken zu können. Mich auf unterschiedliche Situationen einlassen zu können. Nicht festgelegt zu sein.

Dieses „Ich kann alles“ war mein inneres Bedürfnis von Sicherheit auf alles vorbereitet zu sein.

Auch viele der Dinge, die ich heute nicht mehr zeige, sind aufwendig, hochwertig und mit viel Sorgfalt entstanden.



Auch die Dinge im Hintergrund waren mir immer wichtig.

Ich habe nie mit dem gearbeitet, was gerade ausreicht. Sondern mit dem, worauf ich mich verlassen kann.

Ausrüstung, die zuverlässig ist, hochwertig und die funktioniert, wenn es darauf ankommt. Und alle Ansprüche, die ich stelle, erfüllt.

Nicht, weil man es sehen muss. Sondern weil ich so arbeite, dass die Technik, die mir in Fleisch und Blut übergegangen ist sitzt und ich den kreativen Part in mir loslassen kann, ohne darüber nachzudenken, was ich in welcher Situation an der Kamera einstellen muss.

Diese unsichtbaren Arbeiten gehören zu mir. Zu meinem Weg, zu dem, was ich kann und wofür ich stehe.

Und genau deshalb verschwinden sie nicht einfach.

Gleichzeitig habe ich mit der Zeit etwas gemerkt:

Je mehr ich gezeigt habe, desto schwerer wurde es zu erkennen, wofür meine Arbeit eigentlich steht.

Für mich selbst, für all die Menschen, die meine Bilder sehen.

Wenn man alles zuGesicht bekommt, dann bleibt am Ende oft wenig hängen.

Nicht, weil es zu wenig ist. Sondern weil es zu viel Unterschiedliches ist.

Darum mache ich es jetzt anders.



Ich zeige nur noch einen Teil meiner Arbeit. Nicht, weil weniger entsteht. viele andere Sondern weil ich klarer geworden bin in dem, was ich wirklich will.

Und weil ich genauer weiß, was ich zeigen möchte und was nicht.

Ein entscheidender Teil ist nun die Auswahl.

Welche Bilder tragen meine Handschrift? Welche fühlen sich nach mir an? Welche passen zu dem, was ich fühle? Wen will ich ansprechen.

Instagram ist keine vollständige Galerie meines Könnens. Auch meine Website ist kein Archiv.

Es sind Orte, an denen ich zeige, wie ich heute arbeite.

Das bedeutet eben, dass vieles nun nicht mehr sichtbar ist.

Nicht, weil es weniger Wert hat. Und auch nicht, weil ich nicht dahinter stehe.

Sondern weil es nicht mehr Teil meiner Richtung ist.




Früher habe ich gezeigt, was ich alles kann. Und ich bin stolz auf diese Arbeiten.

Heute zeige ich, wofür ich stehe.

Das bedeutet nicht, dass alles andere aus meinem Herzen verschwunden ist.

Es bedeutet nur, dass ich mich entschieden habe, was sichtbar ist. Und selbst wenn dein Bild nicht mehr zu sehen ist, dann sei gewiss, mir begegnen diese immer und immer wieder, ich freue mich über so viele, die ich in den Profilbildern sehe und genau dass, genau dieser Weg schwingt heute in jedem einzelnen Bild mit.




Auch das gehört zu meiner Arbeit.Nur nicht mehr zu dem, was ich nach außen zeige.

 
 
 

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