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Zeitlose Kinderportraits im Fensterlicht

  • Juliane Fieber
  • 8. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. März



Ein gutes Portrait entsteht oft in einem sehr stillen Moment. Ein Blick, eine kleine Geste, ein Ausdruck, der nur kurz sichtbar wird.



Bei diesen Portraitsessions steht genau das im Mittelpunkt. Das Set bleibt bewusst reduziert, damit nichts vom eigentlichen Motiv ablenkt: dem Kind selbst.



Ein zentrales Element ist dabei das Licht. Für diese Aufnahmen arbeite ich mit einem von mir bewusst gesetzten und geformten Fensterlicht. Es fällt weich ins Bild, modelliert das Gesicht und gibt einem Portrait eine Tiefe, die besonders natürlich wirkt. Diese Art von Licht gehört seit jeher zu den schönsten Formen der Portraitfotografie.



Kinder sind dabei natürlich selten still. Sie bewegen sich, schauen sich um, entdecken den Raum. Gerade aus dieser Dynamik heraus entstehen die Momente, in denen plötzlich für einen Augenblick etwas ganz Ruhiges sichtbar wird – ein Blick, eine kleine Geste, ein Ausdruck, der nur kurz bleibt.



Vielleicht wirken gute Portraits deshalb manchmal so selbstverständlich. Ein Kind vor der Kamera, ein schönes Licht – von außen scheint das schnell einfach. In Wirklichkeit entstehen diese Bilder aus Erfahrung, aus Geduld und aus dem Gespür für den richtigen Moment.



Deshalb sind diese Sessions bewusst als Kinderportraits angelegt. Das ruhige Setup und das geführte Licht eignen sich besonders gut für einzelne Portraits, in denen Ausdruck und Persönlichkeit im Mittelpunkt stehen. Am Ende der Session ist natürlich auch ein gemeinsames Familienfoto möglich – der Schwerpunkt des Shootings liegt jedoch auf den Portraits der Kinder.



Meine Vorliebe für solche konzentrierten Portraits kommt auch aus einem anderen Bereich meiner Arbeit. Viele Jahre habe ich Schauspielportraits fotografiert – Bilder für Castings, bei denen ein einziger Ausdruck oft mehr erzählt als jede große Inszenierung. Vielleicht liegt mir deshalb auch diese Form der Portraitfotografie besonders.



Die Geschichte einer Familie erzählt sich für mich auf eine andere Weise. In meinen großen Familienshootings entstehen die Bilder oft bewegter und cineastischer – mit Nähe zwischen Eltern und Kindern, mit kleinen Szenen, die sich entwickeln und miteinander verbinden.



Die Fensterportraits dagegen sind konzentrierter. Sie halten einen einzelnen Moment fest – den Ausdruck eines Kindes, so wie er genau in diesem Augenblick war.



Gerade jetzt, solange es draußen noch kühl ist und der Frühling erst langsam beginnt, haben diese Indoor-Portraits ihren besonderen Reiz. Während draußen vieles noch im Übergang ist, entstehen drinnen Bilder, die nicht an eine Jahreszeit gebunden sind – zeitlose Kinderportraits, die lange bleiben.



Juliane


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